Drogen – Die Wahrheit über Sucht

Drogen – Ein Missverständnis

In der bisherigen Drogen und Suchtbehandlung wurde von süchtig machenden Substanzen Drogenausgegangen – stofflicher und nicht stofflicher Natur. Dies beruht auf Experimenten, die Anfang des 20 Jahrhunderts durchgeführt wurden. Man gab Ratten in Käfigen zwei Wassersorten zur Auswahl – normales und mit der Droge versetzt Wasser, und zwar so oft und lang bis sie daran eingingen.

Schlussfolgerung: Wenn man Drogen oder ähnliches konsumiert, entwickelt man zwangsläufig eine Sucht nach dem konsumierten Stoff.

Drogen – Neue Erkenntnisse ergaben der Abhängigkeit

Der kanadische Psychologieprofessor Bruce Alexander änderte in den späten 1970ern die Versuchsanordnung und baut ein Rattenparadies (den sog. Rat Park) für die Versuchstiere, woraufhin die Ratten das angebotene Drogenwasser weitgehend ignorierten und zwar auch dann, wenn sie vorher in Käfigen gehalten wurden und bereits reichlich Drogenwasser konsumiert hatten. Bei diesen Ratte zeigten sich auch keine schwerwiegenden Entzugserscheinungen.

Drogen – Konsum bei Menschen

Was den Drogenkonsum und die Drogenabhängigkeit beim Menschen angeht, kann als signifikant angesehen werden, dass in einigen europäischen Staaten nach Operationen Diamorphin – ein Heroinderivat – verabreicht wird, ohne dass die Patienten eine Abhängigkeit entwickelt. Ein anderer Fakt ist der Heroinkonsum amerikanischer Soldaten während des Vietnamkrieges, der nicht zu einer Explosionsartigen Zunahme von Drogenabhängigkeit bei deren Rückführung führte.

Hierzu kommt das historische Moment der leichten Zugänglichkeit heute verbotener Drogen ab Mitte des 19. und bis zum Beginn des 20 Jahrhunderts und derer vorbereiteter Verabreichung als Medizin – bei Heroin in England bis heute als Husten und Erkältungsmittel. Auch hier kam es zu keiner signifikanten Zunahme von Abhängigkeiten.

Wenn das Gehirn der Auffassung ist, dass das unbedingt notwendig ist, kommt es zu Entzugserscheinungen. Ist das Gefühl von echter Bindung wieder hergestellt, bleibt dieser aus.

Stellungnahme zu widerlegendes Experiment 2016

Dazu muss berücksichtigt werden, dass eine Bindung zur Gruppe allein, den Rat Park nicht erklärt. Es ist viel mehr die Tatsache, dass die Stimmigkeit im allgemeinen gesehen werden muss. Im Jahr 2016 gab es eine Studie, die positive Beeinflussung des Suchtverhaltens im sozialen Umfeldes widerlegt. Doch waren die Bedingungen ganz anders, denn der Rat Park ist im allgemeinen stimmig gewesen und erzeugte somit auch das Gefühl der Stimmigkeit. Nicht nur eine Gruppe, sondern auch der Rest des Lebens muss stimmen.

 

Suchttherapie 

Startseite

Therapieangebot

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.