Burnout-Anzeichen: erschöpft oder ausgebrannt? Eine Liste ohne Test

Erschöpfung im Beruf ist verbreitet. Diese Seite bietet eine Liste typischer Anzeichen zum Durchlesen, ohne Test und ohne Punktwert, erklärt, wie sich Burnout von einer Depression unterscheidet, und warum eine ärztliche Abklärung wichtig ist, Stand 10/2026.

Selbstzahlerpraxis, keine Kassenleistung

Matthias Kranz ist Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) und kein approbierter Psychotherapeut. Die Behandlung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, auch nicht über das Kostenerstattungsverfahren. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung etwas erstattet, hängt von Ihrem Vertrag ab und ist nicht garantiert. In NRW sind psychotherapeutische Leistungen von Heilpraktikern nicht beihilfefähig. Wer einen Therapieplatz mit Kassenabrechnung sucht, erreicht die Terminservicestelle unter 116117.

Liste: Anzeichen von Erschöpfung im Beruf

Die Liste ist nicht validiert, hat keine Punkte und keine Auswertung und ist keine Selbstdiagnose. Sie hilft, die eigene Lage in Worte zu fassen, etwa für ein Gespräch in der Hausarztpraxis. Die Gruppen folgen den drei Merkmalen, mit denen die Weltgesundheitsorganisation Burnout beschreibt, ergänzt um häufige Begleitbeschwerden.

Erschöpfung

  • Ich bin fast immer müde, auch nach dem Wochenende oder dem Urlaub.
  • Schon kleine Aufgaben kosten mich viel Kraft.
  • Ich komme nach der Arbeit nicht mehr zur Ruhe.

Innere Distanz zur Arbeit

  • Ich stehe meiner Arbeit zunehmend gleichgültig, gereizt oder zynisch gegenüber.
  • Kolleginnen, Kollegen oder Kundschaft gehen mir schneller auf die Nerven als früher.
  • Ich mache vieles nur noch nach Vorschrift.

Leistungsfähigkeit

  • Ich habe den Eindruck, weniger zu schaffen, obwohl ich mich mehr anstrenge.
  • Konzentration und Entscheidungen fallen mir schwerer.
  • Ich zweifle daran, ob meine Arbeit etwas bewirkt.

Körper und Alltag

  • Ich schlafe schlecht ein oder wache früh auf und grüble.
  • Ich habe häufiger Kopfschmerzen, Verspannungen oder Magenbeschwerden.
  • Für Freunde, Familie und Hobbys bleibt kaum noch Energie.

Wenn Sie viele Punkte wiedererkennen, sagt das nichts über eine Erkrankung aus. Es ist ein guter Anlass, mit Ihrer Hausarztpraxis zu sprechen.

Was Burnout ist und was nicht

Die Weltgesundheitsorganisation führt Burnout in der ICD-11 unter dem Code QD85 im Kapitel "Faktoren, die den Gesundheitszustand beeinflussen", nicht als Krankheit. Sie beschreibt es als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich bewältigt wurde, mit drei Merkmalen: Erschöpfung, innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und verringerte berufliche Leistungsfähigkeit. Die WHO betont, dass der Begriff sich auf den Beruf bezieht. Auch die DGUV hält fest, dass Burnout keine eigenständige klinische Diagnose ist.

Einen zuverlässigen Burnout-Test gibt es nicht. Das Maslach Burnout Inventory (MBI) ist ein lizenzpflichtiger Forschungsfragebogen; diese Seite verwendet es nicht und bietet keinen Score und keinen Ersatz dafür an.

Burnout oder Depression?

Die Beschwerden überschneiden sich laut DGUV stark mit Depression, Angst- und Suchterkrankungen. Eine Depression kann sich hinter dem Wort Burnout verbergen, und bei einer Depression reicht Ausruhen allein oft nicht. Diese Hinweise sprechen dafür, zeitnah ärztlich oder bei einer approbierten Psychotherapeutin oder einem approbierten Psychotherapeuten abklären zu lassen:

  • Freudlosigkeit und gedrückte Stimmung auch im Urlaub, am Wochenende und in Bereichen, die mit der Arbeit nichts zu tun haben
  • Hoffnungslosigkeit, starke Schuldgefühle oder das Gefühl, wertlos zu sein
  • deutlicher Verlust von Interesse und Antrieb über die meiste Zeit des Tages
  • Gedanken an den Tod oder daran, nicht mehr leben zu wollen: dann sofort die Krisennummern oben

Ärztliche Abklärung: auch der Körper zählt

Anhaltende Müdigkeit hat viele mögliche Ursachen. Laut DEGAM-Patienteninformation zur Leitlinie Müdigkeit untersucht die Hausarztpraxis je nach Situation körperlich und veranlasst bei Bedarf weitere Untersuchungen. Eine Schilddrüsenunterfunktion zum Beispiel kann sich durch Müdigkeit und Konzentrationsprobleme äußern und wird laut Barmer mitunter für ein Burnout gehalten; Klarheit gibt eine Blutuntersuchung mit TSH-Wert. Ein Blutbild kann zudem etwa eine Blutarmut zeigen. Welche Untersuchungen sinnvoll sind, entscheidet die Ärztin oder der Arzt.

Krankschreibung und Arbeit

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellen Ärztinnen und Ärzte aus; ein Heilpraktiker für Psychotherapie darf das nicht. Mehr dazu auf der Seite Heilpraktiker und Krankschreibung.

Was die Praxis Neuroplast anbietet

Matthias Kranz ist Heilpraktiker für Psychotherapie in Wülfrath. Die Seite Burnout-Therapie beschreibt das Angebot der Praxis zu Erschöpfung und Burnout. Ob die Arbeitsweise zu Ihnen passt, klären Sie im Erstgespräch; wie es Ihnen danach geht, ist individuell sehr verschieden. Die Sitzungen kosten laut Preisliste 80 € je Stunde. Pakete mit 10 Stunden (750 €) oder 30 Stunden (2.100 €); die Bedingungen besprechen Sie im Erstgespräch. Wenn Gefühle eher taub als erschöpft sind, gibt es die Seite Emotionale Taubheit nach Belastung.

Möchten Sie über Ihre Erschöpfung sprechen?

Im kostenlosen Erstgespräch können Sie in Ruhe klären, ob die Arbeitsweise der Praxis zu Ihnen passt. Die Liste von dieser Seite können Sie mitbringen, müssen es aber nicht.

  • Kostenloses Erstgespräch. Dauer und Ablauf des Erstgesprächs besprechen Sie am Telefon.
  • 80 € je Stunde, Selbstzahlerpraxis
  • Heilpraktiker für Psychotherapie, keine Kassenleistung
  • Praxis in Wülfrath, Wilhelmstraße 96, 42489 Wülfrath
  • Telefon 0176 36722373

Für die Terminanfrage genügen Name, Telefonnummer und Wunschzeit. Beschwerden oder Vorgeschichte müssen Sie vorab nicht schildern.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich ein Burnout?

Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt Burnout mit drei Merkmalen: anhaltende Erschöpfung, wachsende innere Distanz oder Zynismus gegenüber der Arbeit und das Gefühl, beruflich weniger zu leisten. Hinzu kommen oft Schlafprobleme, Gereiztheit und körperliche Beschwerden. Laut DGUV wurden über die Jahre sehr viele verschiedene Symptome beschrieben, die sich stark mit Depression und Angst überschneiden. Deshalb lässt sich ein Burnout nicht an einzelnen Anzeichen festmachen. Die Liste auf dieser Seite hilft beim Sortieren, sie stellt keine Diagnose.

Gibt es einen zuverlässigen Burnout-Test?

Einen Online-Test, der zuverlässig sagt, ob Sie ein Burnout haben, gibt es nicht. Burnout ist laut WHO keine Krankheitsdiagnose, sondern ein berufsbezogenes Phänomen, und laut DGUV ist es keine eigenständige klinische Diagnose. Fragebögen aus der Forschung wie das Maslach Burnout Inventory sind lizenzpflichtig und für Studien gedacht, diese Seite verwendet sie nicht. Sinnvoller ist ein Gespräch in der Hausarztpraxis, das auch körperliche Ursachen und eine mögliche Depression in den Blick nimmt.

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

Burnout bezieht sich laut WHO ausdrücklich auf den Beruf und soll nicht für andere Lebensbereiche verwendet werden. Bei einer Depression betreffen gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit und Antriebsmangel dagegen alle Lebensbereiche, auch Freizeit und Urlaub. Die Beschwerden überschneiden sich stark, und eine Depression kann sich hinter dem Wort Burnout verbergen. Das ist wichtig, weil eine Depression eine behandelbare Erkrankung ist, bei der Ausruhen allein oft nicht reicht. Die Abgrenzung gehört in ärztliche oder approbierte psychotherapeutische Hände.

Wann sollte ich mich krankschreiben lassen?

Wenn Sie Ihre Arbeit wegen Erschöpfung oder anderer Beschwerden nicht mehr ausüben können, ist die Hausarztpraxis die richtige Anlaufstelle. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellen Ärztinnen und Ärzte aus, ein Heilpraktiker für Psychotherapie darf das nicht. Ob und wie lange eine Krankschreibung sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt mit Ihnen. Bei der Gelegenheit lassen sich auch körperliche Ursachen der Erschöpfung abklären, etwa über ein Blutbild und die Schilddrüsenwerte. Mehr dazu auf der Seite zu Heilpraktiker und Krankschreibung.

Quellen

Weitere Hilfen

Anbieter dieses Informationsangebots: Matthias Kranz, Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie).

Grundlage: WHO zu Burn-out in der ICD-11 (2019); DGUV Burnout-Syndrom; DEGAM-Patienteninformation Müdigkeit (S3-Leitlinie 053-002); Barmer 2018 (Schilddrüse); Abruf 13.10.2026.

Stand 10/2026 · nächste inhaltliche Prüfung spätestens 10/2027

Änderungsprotokoll:

  • 13.10.2026: Erstfassung
Neuroplast.de | Matthias Kranz in Wülfrath

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