Emetophobie und Krankheitsangst: wenn die Angst den Alltag bestimmt

Die Angst vor dem Erbrechen und die Angst vor schweren Krankheiten können so groß werden, dass sie Essen, Arbeit, Reisen und Familie bestimmen. Diese Seite beschreibt beide Ängste, erklärt, warum körperliche Beschwerden zuerst ärztlich abgeklärt werden, und zeigt Wege zu Unterstützung, Stand 10/2026.

Selbstzahlerpraxis, keine Kassenleistung

Matthias Kranz ist Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) und kein approbierter Psychotherapeut. Die Behandlung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, auch nicht über das Kostenerstattungsverfahren. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung etwas erstattet, hängt von Ihrem Vertrag ab und ist nicht garantiert. In NRW sind psychotherapeutische Leistungen von Heilpraktikern nicht beihilfefähig. Wer einen Therapieplatz mit Kassenabrechnung sucht, erreicht die Terminservicestelle unter 116117.

Zuerst: körperliche Ursachen abklären

Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Herzklopfen, Schwindel oder Gewichtsverlust können körperliche Ursachen haben. Lassen Sie neue, anhaltende oder zunehmende Beschwerden in Ihrer Hausarztpraxis ärztlich abklären, bevor Sie sie der Angst zuschreiben. Bei Brustschmerz, Atemnot, plötzlicher Lähmung oder Sprachstörung gilt sofort der Notruf 112.

Bei Krankheitsangst hilft es vielen, eine feste Hausarztpraxis zu haben und gemeinsam zu vereinbaren, welche Untersuchungen sinnvoll sind. Laut Techniker Krankenkasse sind eine vertrauensvolle ärztliche Beziehung und der Ausschluss körperlicher Ursachen die Grundlage jeder weiteren Hilfe.

Emetophobie: die Angst vor dem Erbrechen

Emetophobie ist eine spezifische Phobie: die ausgeprägte Angst, selbst zu erbrechen oder andere erbrechen zu sehen. Laut Deutschem Ärzteblatt (Ausgabe PP 4/2022) beginnt sie oft in der Kindheit, betrifft überwiegend Frauen und Mädchen und wird häufig spät erkannt, weil sie Zwängen, sozialen Ängsten oder Essproblemen ähneln kann. Viele Betroffene sprechen aus Scham lange nicht darüber.

Die folgende Beschreibung ist kein Test: nicht validiert, ohne Punkte und ohne Auswertung, keine Selbstdiagnose. Typisch sind laut Ärzteblatt und Barmer:

  • ständige Wachsamkeit gegenüber Übelkeit, bei sich und bei anderen
  • sehr vorsichtiges Essen, Meiden bestimmter Lebensmittel oder Restaurants
  • häufiges Prüfen von Haltbarkeitsdaten, Händewaschen oder Mitnehmen von Tüten und Tabletten
  • Meiden von Feiern, Reisen, Menschenmengen, Bus und Bahn
  • Abstand zu Menschen, die krank wirken, auch zu kranken Kindern
  • Anspannung, flaches Atmen und dadurch mehr Übelkeit

Krankheitsangst: wenn die Sorge um die Gesundheit nicht nachlässt

Bei ausgeprägter Krankheitsangst, auch Hypochondrie genannt, steht die Sorge im Mittelpunkt, an einer schweren Krankheit zu leiden. Die Aufmerksamkeit für den eigenen Körper ist hoch, und gewöhnliche Körperempfindungen werden dadurch deutlicher spürbar. Auch hier gilt: Die Beschreibung ist nicht validiert, ohne Punkte und ohne Auswertung, keine Selbstdiagnose. Typisch sind laut Techniker Krankenkasse:

  • häufiges Abtasten oder Kontrollieren von Puls, Atmung oder Haut
  • langes Suchen nach Symptomen im Internet, danach oft mehr Angst
  • wiederholte Arztbesuche, bei denen unauffällige Befunde nur kurz beruhigen
  • oder umgekehrt: Meiden von Arztpraxen, Krankenhäusern und Gesundheitsthemen
  • Gedanken kreisen um eine schwere Erkrankung, auch wenn Untersuchungen nichts gefunden haben

Emetophobie und Krankheitsangst überschneiden sich, sind aber nicht dasselbe: Laut Ärzteblatt gilt die Angst bei der Emetophobie dem Erbrechen selbst, nicht der Krankheit dahinter.

Was im Alltag eher hilft und was eher nicht

  • Vermeiden und ständiges Rückversichern entlasten kurzfristig, halten die Angst aber oft aufrecht. Das beschreiben Ärzteblatt und Techniker Krankenkasse übereinstimmend.
  • Symptomsuche im Internet verstärkt bei vielen die Angst. Es kann helfen, sich dafür feste Grenzen zu setzen.
  • Ruhiges, langsames Atmen kann Anspannung und angstbedingte Übelkeit verringern.
  • Bei Panikattacken gibt es eine eigene Seite: Panikattacken und Panik-Karte.

Diese Punkte sind allgemeine Hinweise und keine Behandlung.

Welche Behandlung in Frage kommt

Für die Emetophobie gilt laut Ärzteblatt und Barmer die kognitive Verhaltenstherapie mit schrittweiser Exposition als am besten untersucht: Betroffene nähern sich gefürchteten Situationen Schritt für Schritt, ohne Erbrechen herbeizuführen. Größere kontrollierte Studien fehlen noch. Für Krankheitsangst nennt die Techniker Krankenkasse ebenfalls die kognitive Verhaltenstherapie. Hypnose wird bei Emetophobie unterschiedlich bewertet und ist nicht gut untersucht.

Eine Behandlung mit Kassenabrechnung bieten approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an; einen Termin vermittelt die Terminservicestelle unter 116117.

Was die Praxis Neuroplast anbietet

Matthias Kranz ist Heilpraktiker für Psychotherapie in Wülfrath. Laut Website arbeitet die Praxis unter anderem mit CTW-Hypnosetherapie, EMDR und systemischer Trancearbeit. Ob eine dieser Methoden in Ihrer Situation passt, klären Sie im Erstgespräch. Eine Wirkung lässt sich nicht versprechen, und wie es Ihnen danach geht, ist individuell sehr verschieden. Die Sitzungen kosten laut Preisliste 80 € je Stunde. Pakete mit 10 Stunden (750 €) oder 30 Stunden (2.100 €); die Bedingungen besprechen Sie im Erstgespräch.

Möchten Sie über Ihre Angst sprechen?

Im kostenlosen Erstgespräch können Sie in Ruhe klären, ob die Arbeitsweise der Praxis zu Ihnen passt. Wie viel Sie erzählen, entscheiden Sie selbst.

  • Kostenloses Erstgespräch. Dauer und Ablauf des Erstgesprächs besprechen Sie am Telefon.
  • 80 € je Stunde, Selbstzahlerpraxis
  • Heilpraktiker für Psychotherapie, keine Kassenleistung
  • Praxis in Wülfrath, Wilhelmstraße 96, 42489 Wülfrath
  • Telefon 0176 36722373

Für die Terminanfrage genügen Name, Telefonnummer und Wunschzeit. Beschwerden oder Vorgeschichte müssen Sie vorab nicht schildern.

Häufige Fragen

Was ist Emetophobie?

Emetophobie ist die ausgeprägte Angst vor dem Erbrechen, dem eigenen oder dem anderer Menschen. Fachlich gilt sie als spezifische Phobie. Laut einem Beitrag im Deutschen Ärzteblatt beginnt sie oft in der Kindheit und betrifft überwiegend Frauen und Mädchen; sie wird häufig spät erkannt, weil sie anderen Ängsten oder Essproblemen ähnelt. Typisch ist Vermeidung: bestimmte Speisen, Orte, Reisen oder kranke Menschen. Die Angst kann den Alltag stark einschränken. Ob eine Emetophobie vorliegt, kann nur eine Fachperson im Gespräch klären, nicht diese Seite.

Wie zeigt sich Angst vor Krankheiten?

Bei ausgeprägter Krankheitsangst, auch Hypochondrie genannt, kreisen die Gedanken um die Sorge, schwer krank zu sein oder zu werden. Viele beobachten ihren Körper genau, kontrollieren Puls oder Haut und suchen im Internet nach Symptomen, was die Angst oft verstärkt. Manche gehen häufig zur Ärztin oder zum Arzt, und unauffällige Befunde beruhigen nur kurz; andere meiden Praxen und Krankenhäuser ganz. Gelegentliche Sorge um die Gesundheit ist dagegen verbreitet und für sich kein Grund zur Beunruhigung.

Wann sollte ich körperliche Beschwerden ärztlich abklären?

Immer dann, wenn Beschwerden neu sind, anhalten, stärker werden oder Sie beunruhigen. Bei Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Gewichtsverlust oder Schwindel ist die Hausarztpraxis die erste Anlaufstelle, denn dahinter können körperliche Ursachen stehen. Bei Krankheitsangst hilft es vielen, mit einer festen Hausarztpraxis zu vereinbaren, wie Beschwerden abgeklärt werden, statt viele Praxen nacheinander aufzusuchen. Bei Brustschmerz, Atemnot oder Lähmungserscheinungen gilt sofort der Notruf 112, auch wenn Sie vermuten, dass es Angst ist.

Welche Behandlung kommt bei Emetophobie in Frage?

Als am besten untersucht gilt laut Ärzteblatt und Barmer die kognitive Verhaltenstherapie mit schrittweiser Konfrontation, also Exposition, mit gefürchteten Situationen, ohne Erbrechen herbeizuführen. Größere kontrollierte Studien fehlen allerdings noch. Hypnose wird bei Emetophobie unterschiedlich bewertet und ist nicht gut untersucht. Eine Behandlung mit Kassenabrechnung bieten approbierte Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten an, einen Termin vermittelt die 116117. Wie eine Behandlung verläuft, ist individuell sehr verschieden.

Quellen

Weitere Hilfen

Anbieter dieses Informationsangebots: Matthias Kranz, Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie).

Grundlage: Deutsches Ärzteblatt PP 4/2022 (Emetophobie); Barmer (Emetophobie); Techniker Krankenkasse (Hypochondrie); Angaben der Praxis auf neuroplast.de; Abruf 13.10.2026.

Stand 10/2026 · nächste inhaltliche Prüfung spätestens 10/2027

Änderungsprotokoll:

  • 13.10.2026: Erstfassung
Neuroplast.de | Matthias Kranz in Wülfrath

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