Belastende Erfahrungen: Reflexionsbogen für Ihr Gespräch

Nach einem sehr belastenden Ereignis fragen sich viele, ob ihre Reaktionen „normal“ sind. Diese Seite bietet bewusst keinen Test mit Ergebnis, sondern einen Reflexionsbogen zur Vorbereitung eines Gesprächs und Hinweise auf validierte Fragebögen, Stand 10/2026.

Selbstzahlerpraxis, keine Kassenleistung

Matthias Kranz ist Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie) und kein approbierter Psychotherapeut. Die Behandlung ist keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, auch nicht über das Kostenerstattungsverfahren. Ob eine private Krankenversicherung oder Zusatzversicherung etwas erstattet, hängt von Ihrem Vertrag ab und ist nicht garantiert. In NRW sind psychotherapeutische Leistungen von Heilpraktikern nicht beihilfefähig. Wer einen Therapieplatz mit Kassenabrechnung sucht, erreicht die Terminservicestelle unter 116117.

Reflexionsbogen nach einem belastenden Ereignis

Zweck: Selbstreflexion zur Vorbereitung eines Gesprächs. Eigene, nicht validierte Reflexionsfragen der Praxis Neuroplast, kein Test, keine Auswertung, keine Diagnose.

  • Keine Frage muss beantwortet werden. Lassen Sie aus, was Ihnen nicht guttut.
  • Schreiben Sie keine Einzelheiten des Ereignisses auf. Stichworte zu Ihrem Alltag genügen.
  • Sie können jederzeit eine Pause machen oder aufhören.
  • Nichts wird gespeichert oder gesendet. Was Sie notieren, bleibt auf Ihrem Papier.

Seit dem Ereignis

  • Was hat sich seitdem in meinem Alltag verändert?
  • Seit wann ungefähr bemerke ich das?

Sicherheit

  • Wo und wann fühle ich mich sicher, wo eher nicht?

Erinnerungen und Meiden

  • Drängen sich Erinnerungen oder Träume auf? Wann eher, wann weniger? (Den Inhalt müssen Sie nicht notieren.)
  • Was meide ich, damit ich nicht erinnert werde?

Körper und Schlaf

  • Wie schlafe ich zurzeit?
  • Wie reagiert mein Körper, wenn ich angespannt bin?

Unterstützung

  • Wer weiß davon und unterstützt mich?
  • Was hilft mir schon jetzt?

Für das Gespräch

  • Was möchte ich ansprechen, und was möchte ich vorerst nicht ansprechen?
  • Welche Fragen habe ich an die Fachperson?

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten und kein Ergebnis. Die Fragen sind nicht validiert und erlauben keinen Rückschluss auf eine Erkrankung.

Vorschau des Reflexionsbogens mit offenen Fragen zu Alltag, Sicherheit, Schlaf und Unterstützung

Warum hier kein Test mit Auswertung steht

Dieser Reflexionsbogen dient ausschließlich der Vorbereitung eines Gesprächs. Er enthält eigene, nicht validierte Fragen, keine Punkte und keine Auswertung. Er erlaubt keine Aussage darüber, ob bei Ihnen eine Erkrankung vorliegt. Die S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung hält fest, dass eine Diagnosestellung allein auf Grundlage von Selbstberichtsfragebögen nicht möglich ist.

In den ersten Tagen nach einem Ereignis

Starke Reaktionen nach einem sehr bedrohlichen Ereignis sind häufig: Herzklopfen, Unruhe, Verwirrung, Traurigkeit, Wut oder Rückzug. Die ICD-11 beschreibt solche akuten Belastungsreaktionen als angesichts der Schwere des Ereignisses normale Reaktionen, die meist innerhalb weniger Tage abklingen; sie gelten dort nicht als psychische Erkrankung. Halten Beschwerden über Wochen an oder beeinträchtigen sie Ihren Alltag deutlich, ist eine Abklärung sinnvoll. Mehr zu Unfällen auf der Seite Unfalltrauma verarbeiten.

Validierte Fragebögen: PCL-5 und ITQ

Die PTSD Checklist for DSM-5 (PCL-5) umfasst 20 Fragen zu Belastungsreaktionen nach den Kriterien des amerikanischen DSM-5. Herausgeber ist das National Center for PTSD der US-Veteranenbehörde. Das englische Original ist dort als gemeinfrei (public domain) beschrieben; zugleich heißt es, der Fragebogen sei für qualifizierte Fachleute und die Forschung gedacht, und die Interpretation solle durch Klinikerinnen oder Kliniker erfolgen. Für eine deutsche Fassung ist eine Erlaubnis zur Wiedergabe auf Websites nicht dokumentiert; deshalb stehen hier keine PCL-5-Fragen. Original und Hinweise: PCL-5 beim National Center for PTSD (externer Link, englisch).

Als deutschsprachiges, validiertes Instrument nach ICD-11 gibt es den International Trauma Questionnaire (ITQ). Die Universität Zürich stellt die deutsche Fassung als PDF bereit: ITQ, deutsche Version (externer Link, Universität Zürich). Die S3-Leitlinie empfiehlt die deutschen Fassungen von PCL-5, PDS-5 oder ITQ als Selbstberichtsfragebögen für Fachleute (Empfehlung 1.6). Eine Auswertung dieser Fragebögen gehört in ein persönliches diagnostisches Gespräch und wird auf dieser Seite nicht angeboten. Mehr zur komplexen PTBS: Komplexe PTBS erklärt.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist, und bei wem

Ein Gespräch mit einer Fachperson ist sinnvoll, wenn sich Erinnerungen immer wieder aufdrängen, Sie vieles meiden, sich dauerhaft angespannt oder schreckhaft fühlen oder Schlaf, Arbeit und Beziehungen über Wochen leiden. Eine Diagnose stellen ärztliche oder approbierte psychotherapeutische Fachleute. Termine mit Kassenabrechnung vermittelt die Terminservicestelle 116117. Die Praxis Neuroplast in Wülfrath ist eine Selbstzahlerpraxis; das kostenlose Erstgespräch dort ist keine Diagnostik. Wenn Erinnerungen Sie im Moment überrollen: Flashback: was im Moment hilft.

Möchten Sie Ihre Antworten mit einer Fachperson besprechen?

Bringen Sie den Bogen mit, wenn Sie möchten. Sie entscheiden, was Sie davon ansprechen. Für die Anfrage genügen Name, Telefonnummer und Wunschzeit.

  • Kostenloses Erstgespräch. Dauer und Ablauf des Erstgesprächs besprechen Sie am Telefon.
  • 80 € je Stunde, Selbstzahlerpraxis
  • Heilpraktiker für Psychotherapie, keine Kassenleistung
  • Praxis in Wülfrath, Wilhelmstraße 96, 42489 Wülfrath
  • Telefon 0176 36722373

Für die Terminanfrage genügen Name, Telefonnummer und Wunschzeit. Beschwerden oder Vorgeschichte müssen Sie vorab nicht schildern.

Häufige Fragen

Was ist ein Trauma-Test?

Mit „Trauma-Test“ sind meist Fragebögen gemeint, die Belastungsreaktionen nach einem sehr bedrohlichen Ereignis erfassen. Fachleute nutzen validierte Fragebögen wie PCL-5, PDS-5 oder ITQ, um Beschwerden zu erfassen und den Verlauf einer Behandlung zu verfolgen; die S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung empfiehlt dafür deren deutsche Fassungen. Viele Online-Tests verwenden dagegen eigene Fragen ohne Validierung. Diese Seite bietet bewusst keinen Test, sondern einen Reflexionsbogen ohne Punkte und ohne Auswertung zur Vorbereitung eines Gesprächs.

Kann ein Online-Test ein Trauma feststellen?

Nein. Laut S3-Leitlinie ist eine Diagnosestellung allein auf Grundlage von Selbstberichtsfragebögen nicht möglich; dazu gehört ein persönliches diagnostisches Gespräch bei ärztlichen oder approbierten psychotherapeutischen Fachleuten. Auch der US-Herausgeber des PCL-5 schreibt, die Interpretation solle durch Klinikerinnen oder Kliniker erfolgen. Ein belastendes Erlebnis allein ist zudem keine Erkrankung: Starke Reaktionen in den ersten Tagen beschreibt die ICD-11 als häufig und meist innerhalb weniger Tage abklingend.

Werden meine Antworten gespeichert?

Nein. Auf dieser Seite gibt es keine Eingabefelder, nichts wird gespeichert, gesendet oder ausgewertet, und es läuft kein Zählwerkzeug für einzelne Fragen. Sie drucken den Bogen aus oder laden die PDF herunter und schreiben von Hand. Die Druckfunktion nutzt nur den Druckdialog Ihres Browsers. Was Sie notieren, bleibt bei Ihnen. Ob und was Sie davon in ein Gespräch mitnehmen, entscheiden Sie allein, auch erst im Gespräch selbst.

Was mache ich nach dem Ausfüllen?

Legen Sie den Bogen zur Seite und tun Sie etwas, das Ihnen guttut. Wenn Sie möchten, nehmen Sie ihn zu einem Gespräch mit: in die Hausarztpraxis, zu einer approbierten Psychotherapeutin oder einem approbierten Psychotherapeuten oder in das kostenlose Erstgespräch der Praxis Neuroplast. Sie müssen ihn nicht abgeben. Wenn das Ausfüllen Sie stark aufwühlt, hilft vielleicht die Orientierungsübung auf der Seite zu Flashbacks; fühlen Sie sich nicht sicher, nutzen Sie sofort die Krisennummern auf dieser Seite.

Quellen

Weitere Hilfen

Anbieter dieses Informationsangebots: Matthias Kranz, Heilpraktiker für Psychotherapie (Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie).

Grundlage: S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung, AWMF 155-001, Version 7.0 (Fassung 27.02.2026); WHO ICD-11 (QE84, 6B40); National Center for PTSD (PCL-5); ITQ deutsche Version, Universität Zürich; MDCG 2019-11 rev. 1; Abruf 13.10.2026. Reflexionsfragen: eigene Formulierung, nicht validiert.

Stand 10/2026 · nächste inhaltliche Prüfung spätestens 10/2027

Änderungsprotokoll:

  • 13.10.2026: Erstfassung
Neuroplast.de | Matthias Kranz in Wülfrath

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